marlarchiv

beiträge zur marler geschichte

von klaus mohr

 

Dies ist eine private Seite, 

es ist nicht das Stadtarchiv Marl !!

 

 Willkommen


 

Info zum Autor: 

Klaus Mohr arbeitete bis 2017 im Schulabschlussbereich der insel-vhs marl als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Zwischen 1986 und 1994 arbeitete er als "Historiker der Stadt" und veröffentlichte zusammen mit anderen  2 Bände über die Geschichte Marls: U. Brack(Hg.), Herrschaft und Verfolgung, (1987), sowie  U. Brack/K. Mohr (Hg.), Neubeginn und Wiederaufbau,(2. Aufl.2012), beide erschienen im Klartextverlag Essen.

Ebenfalls 2012 wurde sein  Buch "Jüdische Menschen in Marl"...veröffentlicht. 

Es ist vergriffen. Der Klartext- Verlag (Essen) gibt keine Neuauflage heraus …

Ich arbeite daran...und an der Geschichte der "Judith von Loe und Familie"...

Dauert etwas...

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 zusammen mit leider vor kurzem verstorbenen Helmut Madynski: 3.Platz Heimatpreis für die Geschichtswerkstatt

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Aktuell: 30.januar 2026, Marler Zeitung:

 

"...Die Volkshochschule sagt alle Klimaschutz-Vorträge von Prof. Frithjof Küpper ab. Sein Konflikt mit der Stadt beschäftigt auch die Politik.

Die insel-Volkshochschule Marl hat alle im Frühjahrssemester geplanten Klimaschutz-Vorträge mit Prof. Dr. Frithjof Küpper abgesagt. Das bestätigt die Stadtverwaltung unserer Redaktion. Betroffen sind drei Veranstaltungen: eine kritische Nachbetrachtung der Weltklimakonferenz (3. März), ein Vortrag über den Beitrag von Kopfweiden zum Klimaschutz (27. Februar) und die Veranstaltung „Energiewende in Marl – Was müssen wir tun?“ (11. Juni).

...

Frithjof Küpper zeigte sich überrascht und fragt, ob dies nicht ein Eingriff in demokratische Grundrechte ist. Schließlich sei er als externer Referent eingeladen, nicht als Mitarbeiter der Stadt. Seit Jahren hält er in der insel Vorträge über Klimaschutz. Nach seinen Angaben bemühen sich Bürgerinnen und Bürger um alternative Räume, damit er die kostenlosen Vorträge doch noch zu den angekündigten Zeiten in Marl halten kann.

 

Bürgermeister Thomas Terhorst betont:

„Herr Küpper hat durch sein Verhalten nachhaltig Vertrauen zerstört und Porzellan zerschlagen...Es ist davon auszugehen, dass sich dieses Verhalten in seinen Vorträgen fortsetzt. Aus diesem Grund hat die Stadt Marl als Auftraggeberin von Herrn Küpper als Dozenten bei der VHS kein Interesse mehr ..."

 

Die SPD-Fraktion hat eine Anfrage an den Ausschuss für Kultur und Weiterbildung gestellt. Sie will die Gründe für die Absage wissen, warum darüber nicht öffentlich informiert wurde und ob die Volkshochschule bei der Auswahl ihrer Referenten weisungsgebunden ist..."

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(KM: Warum weiß die SPD das nicht???)

Hier herrscht Vortragsverbot für Frithjof Küpper. Der Wissenschaftler darf in der insel nicht mehr über Klimaschutz sprechen.© MZ-Archiv

(Bild oben: Marler Zeitung 30.1. 26;) 

(unten: KM:Ausschnitt aus der Satzung der vhs Marl, 12.05 2016)

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„ aus der Satzung der vhs:  §7:   Pädagogische Mitarbeiter…“

(1 )Die Durchführung von Lehrveranstaltungen kann…auch Referentinnen und Referenten im Rahmen von nicht weisungsgebundener Honorartätigkeit übertragen werden

(2) Die hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowieReferentinnen und Referenten im Rahmen von nicht weisungsgebundener Honorartätigkeit wirken an der VHS-Arbeit mit...

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Satzung für die insel – Volkshochschule der Stadt Marl vom 19.12.2019 (Stadtrat)

 

(Paragraf 3/2):

Die Volkshochschule hat das Recht auf selbständige Lehrplangestaltung (Freiheit der Lehre) (zum Beispiel bei…)

c) Auswahl und Verpflichtung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Referentinnen, und … (S. 278 Paragr.6/3 c: FB -leitung:) Auswahl von Referenten im jeweiligen Fachbereich im Rahmen von nicht weisungsgebundener Honorartätigkeit, …

(P 7/2):

Die hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Referentinnen und Referenten im Rahmen von nicht weisungsgebundener Honorartätigkeit wirken an der VHS-Arbeit mit…

 

Marl, den 19.12.2019

gez. Werner Arndt

Bürgermeister

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ALSO Antwort an die SPD: VHS ist "...nicht weisungsgebunden..." , (auch an/für den BM...)

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(MZ)______________
  1. 9.2./10.2.26 
  2. (1 )  Norbert Engelkamp, Stellungnahme und       (2 )  Renate Strauch, Leserinnenbrief  Briefe ehemaliger insel-Leitungs-Mitarbeiter:
An BM Terhorst wegen: Freiheit der Lehre
Norbert Engelkamp an BM:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, 
Ihre Darstellung in dem o. G. Artikel halte ich teilweise für falsch.
Richtig ist in o. g. Artikel dargestellt, daß "das NRW-Weiterbildungsgesetz (WbG) nicht zu bestimmten Veranstaltungen verpflichte". Also darf in diesem Falle die insel-VHS jegliche Veranstaltungen anbieten, sofern sie verfassungskonform, bedarfsgerecht und in die vom WbG genannten Kategorien passt (z. B. Politische Bildung, Schulabschlüsse, Gesundheit usw.)
Falsch ist aber m. E. Ihre Aussage "Die Freiheit der Lehre werde gewahrt: Die Entscheidung des Dienstherrn, wen er für die Lehre beschäftigt, bleibe hiervon ausdrücklich unberührt." 
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, aufgrund welcher Rechtsnorm sie zu dieser Aussage kommen. In der Satzung für die insel-VHS ist in § 3 Abs. 2 geregelt, daß die Volkshochschule das Recht auf selbständige Lehrplangestaltung hat. Da ist nichts von einer Entscheidung des Dienstherrn ausgeführt, auf die Sie sich in dem o. a. Artikel berufen. Im Gegenteil. In § 5 Abs. 2 der Satzung ist die Leitung der VHS dem Träger der Einrichtung als städt. Bedienstete/r für die Arbeit der VHS verantwortlich. Die dienstrechtliche Zuständigkeit der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters bleiben hiervon unberührt. Da es sich hier aber um keine dienstrechtliche Angelegenheit zwischen Bürgermeister und VHS-Leitung handelt, kann daraus kein inhaltlicher Eingriff des Bürgermeisters in das VHS-Programm abgeleitet werden.

 

Hinzu kommt noch eine Regelung im § 6 Abs. 2 der insel-Satzung. Dort ist unter der Überschrift "Fachbereichsleitungen" zu lesen: 
"Die Planung, Organisation und Durchführung der Arbeit der VHS erfolgt unter Beteiligung der Fachbereichsleitungen. Die Fachbereichsleitungen sind im Rahmen der ihnen zugewiesenen Aufgaben für die ordnungsgemäße Planung und Durchführung der Weiterbildungsveranstaltungen des jeweiligen Fachbereiches verantwortlich". Auch hieraus ist keine Eingriffsmöglichkeit des Bürgermeisters ableitbar. Sie soll vielmehr Schutz vor solchen Eingriffen bieten.
Das Recht auf Freiheit der Lehre ist nicht nur für alle Bildungseinrichtungen (Universitäten, Schulen und auch Weiterbildungseinrichtungen) ein hohes Gut, das verteidigt werden muss. Eingriffe werden immer wieder unternommen, z. B. gerade die schäbigen Versuche Donald Trumps gegen die Harvard-Universität (ich bin mir schon bewußt, daß das eine andere Größenordnung ist). Aber genau aus diesen Gründen haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes der BRD und des Weiterbildungsgesetzes NRW dafür gesorgt, daß in diese Rechtsnormen entsprechende Passagen eingefügt worden sind, um Bildungseinrichtungen zu schützen. Sie hielten es für wichtig, um Eingriffe Dritter zu vermeiden. 
Wie in der heutigen (10.2.) MZ berichtet wird, planen Sie ein persönliches Gespräch mit Prof. Küpper. Zeigen Sie Größe und lassen Sie Prof. Küpper die Vorträge in der insel durchführen. Ich bin mir sicher, daß es in der Bürgerschaft gut ankommt, wenn man mal zugibt, sich geirrt zu haben. Das darf natürlich nicht jeden Tag passieren. Aber niemand kann von Ihnen verlangen, daß Sie nach wenigen Tagen im Amt alle Feinheiten der unzähligen Rechtsnormen kennen und anwenden können. Prof. Küpper hat ja meines Wissens angekündigt, daß er zu seiner Entlassung in seinen Vorträgen keine Aussagen machen will. Das könnte meines Erachtens ein guter Kompromiss sein und die Wogen deutlich glätten. 
Ich wünsche Ihnen "ein glückliches Händchen" beim Gespräch mit Prof. Küpper und bei der Lösung des Problems.
Mit freundlichen Grüßen
Norbert Engelkamp,
ehemaliger langjähriger (hauptamtlicher) insel-Mitarbeiter
(Hervorhebungen von mir, km)
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Dr. Renate Strauch 

(ehemalige Leitung VHS) Berg-Krälingen, Februar 2026

beide aus: Marler Zeitung – Leserinnenbrief zur Debatte um Prof. Frithjof Küpper)

 

Liebe Marlerinnen und Marler,

sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich freue mich so, dass im politischen Stadtklima von Marl immer noch die demokratische Haltung den Ton angibt, die Übergriffe bemerkt und sich dagegen wehrt. Ich bin sooo stolz auf euch! Und ich bin mir sicher, dass die Bildungsarbeit der insel ihren Teil dazu beigetragen hat.

Diese Arbeit an der Demokratie und am demokratischen Verhalten der Marler Menschen hat ja schon 1945 begonnen, mit Bert Donnepp, direkt nach dem verheerenden 2. Weltkrieg. Immer unterstützt durch die Bürgermeister, allen voran durch Rudi Heiland. Mit Sicherheit war auch damals nicht immer eitel Sonnenschein und es wurde auch sicher so mancher Streit ausgetragen – auch öffentlich! Denn mit Bert Donnepp musste man sich schon mal streiten – das gehörte zu ihm wie der Wille, die Demokratie mit Zähnen und Klauen zu verteidigen und alle Menschen davon zu überzeugen, es auch zu tun!

Damals waren die Reste der zerstörerischen Gesinnung der Nazis, die weltweit zu 60 bis 70 Millionen Toten geführt hatte,  noch sehr gegenwärtig und führten ein Eigenleben in den Köpfen vieler Menschen. Die Engländer, zu deren Besatzungszone Marl gehörte, haben deshalb auch „Bildungsoffiziere“ eingesetzt, die für die „Re-Education“, also die „Um-Erziehung“,  zuständig waren. Das Ziel war Demokratisierung, Denazifizierung und Rückführung Deutschlands in die zivilisierte Kulturgemeinschaft. Der für Marl und Umgebung zuständige Bildungsoffizier hieß zunächst Mr. Whitacker, später Ronald Wilson.

Mit ihm hat Bert Donnepp eng zusammen gearbeitet, als er die Volkshochschule in Marl aufbaute und damit die öffentliche Erwachsenenbildung in ganz NRW und darüber hinaus beeinflusste. Die Marler VHS mit Bibliothek und Lesesaal wurde zum Leuchtturm und Wegweiser, eröffnete 1955 das erste eigene Haus für Erwachsenenbildung in der jungen BRD, das „die insel“  getauft wurde und zum Modell für Kommunale Weiterbildung wurde. Für dieses, sein Lebenswerk, wurde Bert Donnepp 1995 vom Land NRW die Ehren-Professur verliehen – zu Recht, wie ich meine. Prof. h.c. Dr. Bert Donnepp – ich erinnere mich noch gut, wie stolz er war, er, der sich aus Äußerlichkeiten eigentlich nichts machte! Und ich erinnere mich auch, wie glücklich ich war, dass ich das Verfahren eingeleitet hatte, damit meinem großen alten Kollegen diese Anerkennung zuteil werden konnte. Alles was Rang und Namen in der Szene hatte war nach Marl gekommen, um das zu feiern! Nur wenige Monate später starb Bert Donnepp und hinterließ mir, seiner jungen Kollegin, ein großes berufliches Erbe, für dessen Weiterführung er nicht mehr väterlicher Berater sein konnte. Den 50. Geburtstag seiner Volkshochschule erlebte er nicht mehr und auch nicht das Erscheinen des „insel-Lesebuchs“!

1996, ein Jahr später,  schrieb Johannes Rau, damals Ministerpräsident von NRW, der insel genau in dieses Lesebuch: „Wenn ich jedoch an Dr. Bert Donnepp erinnere, dann deshalb, weil er „seine“ Volkshochschule mehr als drei Jahrzehnte leitete und weil er nach 1945 zu den Wegbereitern für die nordrhein-westfälische und bundesdeutsche Erwachsenenbildung zählt. Was er in Marl praktizierte, wurde zum Beispiel für viele andere. Wie ein Seismograph hat er die Erfordernisse der Menschen aufgenommen, sich nach einer „sprachlosen“ Zeit wieder zu artikulieren, zu kommunizieren und sich zu bilden und nicht zuletzt, Demokratie einzuüben.“

Die insel aber, das war natürlich nicht nur Bert Donnepp als Leiter, sondern das waren viele Mitarbeiter*innen, die sich als insulaner bezeichneten und auch so fühlten, und das waren viele Menschen, für die sie ihre Bildungseinrichtung war. Was das bedeutete wurde sehr schön dokumentiert im insel-Lesebuch, das die VHS zu ihrem 50. Geburtstag 1996 heraus gab. Deshalb, lieber Herr Terhorst, ist Ihr Umgang mit den Vorträgen von Frithjof Küpper nicht weitsichtig, denn er stellt das in Frage, wofür die insel und auch die Stadt Marl immer stand, nämlich dass hier Demokratie gelebt wurde und wird, jeden Tag und jeder an seinem Patz! Ihre Stellungnahme in der MZ vom 10.2.26 trifft deshalb nicht den Kern, sondern versucht zu verschleiern und zu verschieben, indem er vom Recht des Dienstherrn spricht. Darum geht es aber gar nicht, sondern bei Freiheit der Lehre geht es um Schutz, um Schutz von Inhalten vor Übergriffen und natürlich auch um Schutz der Menschen, die diese Inhalte vertreten. In Zeiten von wachsendem Rechtsradikalismus und machtgierigen, gewaltbereiten Imperialisten wie Trump und Putin wächst die Bedeutung dieses grundlegenden Rechts und vor allem sein symbolischer Wert. Deshalb bitte ich Sie, Ihre Entscheidung zu überzudenken und zu einer Lösung des Konflikts zu kommen, der zukunftsfähig ist.

Das Recht auf Freiheit der Lehre ist für alle Bildungseinrichtungen ein hohes Gut, eng verbunden mit Freiheit der Forschung (Universitäten) und dem Recht auf Meinungsfreiheit. Alle müssen in einer Demokratie verteidigt werden. Übergriffe gab und gibt es immer wieder, auch in Marl. Und wie Trumps Angriffe auf die Universitäten von Harvard und Yale z.Z. dramatisch zeigen, sind sie typisch für Autokraten! Und genau deshalb haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes 1949 dieses Recht verankert, das  1974 auch in das Erste Weiterbildungsgesetzes NRW  übernommen wurde. Übrigens, in der Satzung der insel ist es als Recht auf selbständige Lehrplangestaltung seit vielen Jahrzehnten verankert, außerdem gehörte Bert Donnepp zu den Vätern des Weiterbildungsgesetzes. Man kann also davon ausgehen, dass er und damit auch Marl, maßgeblich daran beteiligt war. Das Thema „Recht auf Freiheit der Lehre“ gehört also gewissermaßen zur Marler Stadtgeschichte, ein weiterer Grund, nicht leichtfertig damit umzugehen!

Deshalb, liebe Marlerinnen und Marler, danke ich Ihnen von Herzen, dass ich in Bert Donnepps Fußstapfen treten durfte, dass ich 23 Jahre die „insel-Chefin“ sein durfte, wie die MZ immer gerne schrieb, und dass diese Arbeit mein Leben war. Das insel-Team und ich, wir haben uns bemüht, die Ideale und Visionen von Bert Donnepp und seinem Team für die Volkshochschule unserer Zeit in Marl weiterzuführen. Demokratie und Politische Bildung waren dabei immer ein zentraler Schwerpunkt. Deshalb - lassen Sie sich kein X für ein U vormachen! Bleiben Sie wachsam, leben Sie unsere Demokratie und sorgen so weiter für ein demokratisches Stadtklima! Und verteidigen Sie sie, wann und wo immer sie in Gefahr ist. Dass sie weltweit in Gefahr ist, kann nicht mehr geleugnet werden – deshalb: Wehret den Anfängen! Ans Herz legen möchte ich Ihnen ein Zitat von Howard Zinn (1922 bis 2010), renommierter USA-Historiker und Vertreter einer „Geschichte von unten“ : "Historisch gesehen sind die schrecklichen Dinge – Krieg, Völkermord und Sklaverei – nicht durch Ungehorsam entstanden, sondern aus Gehorsam."

In alter Verbundenheit

Ihre Renate Strauch, jetzt aus dem Ahrtal, wo die Folgen der Flutkatastrophe von 2021 noch Alltag sind …

Dr. Renate Strauch, ([email protected])

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Marler Zeitung Mittwoch 11.2.26 

 

Nach der zum Politikum gewordenen Absage seiner Vorträge durch die insel-Volkshochschule (wir (-MZ-) berichteten mehrfach) fand Prof. Dr. Frithjof Küpper jetzt alternative Veranstaltungsorte. Zwei der drei geplanten Termine können stattfinden. Sie werden präsentiert vom Frauentreff Marl und dem  Heimatverein Marl....

Los geht's am Freitag, 27. Februar, mit Teil 1 zum Thema „Kopfweiden - Welchen Beitrag leisten Bäume zum Klimaschutz?". Einlass im Europäischen Friedenshaus

(Marl, Kampstraße 2e), ist um 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Abendkasse 5 Euro,

keine Anmeldung erforderlich.

 

Der (praktische) zweite Teil folgt am Samstag, 28. Februar.

Dann heißt es von 10 bis 16 Uhr Arbeitseinsatz zur Kopfweidenpflege. Dafür sind Werkzeug und passende Arbeitskleidung mitzubringen...

Am Mittwoch, 4. März, geht es um „Energiewende in Marl - Was müssen wir tun?".

Treffpunkt ist das Kulturzentrum Erlöserkirche (Marl, Schachtstraße 94).

Einlass 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr, Abendkasse 5 Euro, keine Anmeldung nötig.

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(Also: die insel-Leitung (-UFB-) interessiert anscheinend  nicht die "Freiheit der Lehre"

  und deren Missachtung...???;  aber:

wenigstens einige alte insulaner nehmen Stellung, siehe oben...KM.)

 

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Anscheinend hat die Stellungnahme der ehemaligen Insulaner etwas bewirkt:

Die Klimavortragsreihe von Prof. Dr. Frithjof Küpper wird nun doch in der Marler Volkshochschule fortgeführt. In einem persönlichen Gespräch fanden Bürgermeister Thomas Terhorst und der Meeresbiologe dafür eine gemeinsame Lösung.

Demnach werden die Vorlesungen im Februar und März in Kooperation mit den Inselfreunden veranstaltet und von ihnen moderiert. Den Praxis-Teil der Reihe - insbesondere den geplanten Kopfweidenschnitt - organisiert der Wissenschaftler persönlich. Die Vortragsreihe soll kontinuierlich fortgeführt werden. Dazu arbeitet die Stadt an einer Struktur für die kommenden Veranstaltungen.

 

(gekürzt, KM)

(Übrigens: damit kein Missverständnis aufkommt: Diese Webseite ist keine Seite der insel!!)


Zur Einführung:

Zur Einführung: oben:

 Auf dieser Karte (1681) ist Marl noch nicht einmal zu sehen. Die damalige Historie spielt sich ab im Einflussgebiet der drei Städte Haltern (1289, zum Fürstbistum Münster), Recklinghausen (1236) und Dorsten (1251) (im Vest Recklinghausen des Erzbischofs Köln)

Diese Seiten wollen die leere Stelle der Karte füllen.

Suche: im Menü/Navigation.


ACHTUNG:

 

Für diejenigen unter den Benutzern meiner Webseite, die sich für den Papierdruck meines Buches „So etwas passiert in Deutschland nicht"- zum Schicksal der Marler Bürger und Bürgerinnen jüdischen Glaubens während der NS-Zeit interessieren:
Ich beabsichtige eine kleine aktualisierte Neuauflage (Eigenverlag?) meines Buches. Der bisherige Verlag Klartext ist leider nicht bereit, eine Neuauflage zu veranlassen. Das Umschlagbild darf nicht verwendet werden

 

 

Daher möchte ich alle Interessierten bitten, sich per Mail (Kontakt) bei mir zu melden, damit ich feststellen kann, ob sich mein Vorhaben lohnt.

Oder ein E-Book???

 

Kontakt. 

 

(Dies ist keine Kaufverpflichtung!)
  Ich möchte nur wissen, ob es überhaupt-Interesse gibt.-Danke!)

 

Das war am 23.12.2021

(siehe auch unten: Judaica Marl:

Eltern und Brüder überlebten die Nazi-Zeit nicht)


Schwester Johanna, geb. Ruth Eichmann, ist im Alter von 93 Jahren  am 23.12.2019 gestorben.

Sie war u.a. seit der Gründung 1992 Leiterin des Jüdischen Museums in Dorsten.

Ihr Vater war der Hülser Kaufmann Paul Eichmann, der erste von der US-Armee ernannte (Ober-)Bürgermeister in Marl 1945 nach den Nazi-Bürgermeistern

Spingies, Becker und Willeke.

Heinrich Spingies war Steiger bei der AV (Hüls) und fiel (1942) im Krieg,

Paul Becker war NS- Ortsgruppenleiter Marl und arbeitete nach `1945 wieder auf dem Holzplatz der Zeche Brassert,

Friedrich Willeke wurde nach seiner NS-Zeit  nach 1945 CDU-Mitglied und MdB…

Johannas Mutter Martha als katholisch verheiratete Jüdin (NS-Jargon: Mischehe) war 1944 deportiert und 1945 nur knapp der Ermordung entkommen.


(Siehe auch: 

https://www.frauenruhrgeschichte.de/frg_

biografie/johanna-ruth-eichmann-1926-2019)

 


Heimatpreis 2021 (für marlarchiv): Marler Historiker belegt den zweiten Platz:

(unten MZ  Artikel 22.1.21)




Denkmal auf dem jüdischen Friedhof Recklinghausen, Nordcharweg:

Die ermordeten Juden aus dem Vest RE:

Ein Name gehört nicht hierhin:

Selma Simmenauer lebte in Berlin, nicht in Marl. Sie war allerdings mit der Marler Familie Simmenauer verwandt…

Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor
Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor

 

Klaus Mohr: "Sowas passiert in Deutschland nicht". Jüdische Menschen in Marl. Essen 2012. (im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Informationen aber auf dieser Webseite unter: Judaica.

 

Der Lehrer und Historiker Klaus Mohr stellte in der Marler Zeitung sein Buch über die jüdischen Menschen in Marl vor. Das Buch ist  eine Suche nach den Anfängen jüdischen Lebens bis zur Verfolgung, Deportation und Ermordung.

Die ersten Juden in Marl sind 1829 nachweisbar.

1938 wurden die letzten Marler Juden aus der Stadt vertrieben, einer Familie glückte noch nach dem Novemberpogrom die Flucht nach Belgien. Dort wurde sie nach dem Einmarsch der Deutschen gefunden, deportiert und in Auschwitz ermordet.

1949 kehrte ein Überlebender nach Marl zurück. Das war Rolf Abrahamsohn.


Wie wichtig die Wege der Erinnerung sind, zeigt sich an diesem Artikel:

"Bis auf Rolf Abrahamson starben alle Familienmitglieder in Riga..." schreibt Herr Kappel.

Hier ist fast alles falsch: Die Familie schreibt sich AbrahamSOHN, nicht ...son. Das ist ärgerlich (2 mal), aber das kann passieren. Aber dass alle Familienmitglieder in Riga gestorben sind außer Rolf AbrahamSOHN ist falsch.

In Riga starb seine Mutter, aber sein jüngerer Bruder Norbert starb in Recklinghausen, sein älterer Bruder Hans und sein Vater Arthur starben in AUSCHWITZ. Da hat sich jemand wohl falsch erinnert, was allerdings auch die Bedeutung der richtigen Erinnerung betont. Wie soll übrigens Herr Abrahamsohn diese Erinnerungsarbeit bewerten? (KM)

 

(Zur jüdischen Bevölkerung im Vest Recklinghausen gibt es jetzt eine neue Webseite von FJ. Wittstamm:

www.spurenimvest.de)